Homeoffice und Unterhaltung
Strom sparen mit Computer, Laptop, Drucker und Co.
Elektrogeräte für Information und Kommunikation sind für mehr als ein Viertel des gesamten Stroms im Haushalt verantwortlich. Der Stromverbrauch ist besonders bei Personen, die oft im Homeoffice arbeiten, noch höher. Bei Computer, Drucker, Fernseher und Co. gibt es dementsprechend viel Einsparpotenzial, das mit ein paar einfachen Stromspartipps genutzt werden kann.
1. Stand-by ausschalten
Kleine Maßnahme mit großer Wirkung: Alle Geräte immer ganz ausschalten statt im Stand-by-Modus zu lassen, denn sonst verbrauchen sie viel unnötigen Strom. Am einfachsten geht das mit einer Steckdosenleiste, deren leuchtender Schalter ans Ausknipsen erinnert. Macht bis zu 150 Euro weniger pro Jahr.
2. Nicht gebrauchte Stecker aus der Steckdose ziehen
Auch Netzteile von Tablet, Handy oder Bluetooth-Lautsprecher, die unbenutzt in der Steckdose oder Steckdosenleiste verbleiben, ziehen Strom. Das merkt man unter anderem daran, dass sie Wärme abgeben. Daher immer abziehen, was gerade nicht aktiv läuft.
3. Sich für die kleinere Bildschirmdiagonale entscheiden
Je größer die Bildschirmdiagonale des Fernsehers, desto mehr Strom verbraucht er, selbst wenn er eine gute Energieeffizienzklasse hat. Vielleicht reicht auch der kleinere TV fürs gelegentliche Streaming?
4. Laptop statt Desktop-Computer nutzen
Laptops oder Notebooks begnügen sich mit bis zu 70 Prozent weniger Strom als Desktop-Rechner. Für die üblichen Programme wie Surfen, E-Mails schreiben und Office-Anwendungen reicht ein Laptop meist sowieso und praktischer ist er auch, weil er mobil ist. Auch Gaming braucht weniger Strom auf kleineren Geräten, selbst wenn sie genauso leistungsfähig sind.
5. Rechner auf Energiesparen einstellen
Wird der Laptop zwischendurch nicht genutzt, verbraucht er im Ruhezustand oder Energiesparmodus weniger Strom. In den Einstellungen lässt sich konfigurieren, nach wie viel Minuten sich einer dieser Modi oder automatisches Abschalten aktiviert. Auch die Bildschirmhelligkeit zu reduzieren spart Strom.
6. WLAN nachts ausschalten
Wenn alle schlafen, braucht auch niemand WLAN, deshalb am besten nachts ausschalten. Der Router kann trotzdem in Betrieb bleiben. Das lässt sich in den Einstellungen anpassen. Ausnahme: Es laufen viele Smart-Home-Geräte, dann WLAN besser angeschaltet lassen.
In der Küche
Strom sparen beim Kochen, Backen und Kühlen
Auch in der Küche bringen ein paar einfache Maßnahmen zum Stromsparen sehr viel. Auf Kühlschränke, Gefriergeräte, Kochen, Backen und Spülen entfallen zusammengenommen immerhin auch 28 Prozent des Stroms im Haushalt.
1. Induktionsherd rein, alten Elektroherd raus
Ein Induktionsherd ist der Stromsparer unter den Herden, aber auch neue Elektroherde mit Ceranfeld sind sehr energieeffizient. Der alte E-Herd ist einer der größten Stromfresser – also am besten raus damit, wenn es irgendwie geht.
2. Wasser im Wasserkocher erhitzen
Wasser lässt sich im Wasserkocher nicht nur schneller, sondern auch energiesparender erhitzen als im Topf. Je älter der Herd, desto mehr macht das aus. Und immer nur so viel Wasser einfüllen, wie tatsächlich gebraucht wird.
3. Immer Deckel auf den Topf
Mit Deckel kochen spart sehr viel Energie (und geht schneller). Das gilt auch für Pasta! Mit gläsernen Deckeln hat man trotzdem alles jederzeit im Blick.
4. Restwärme nutzen
Die Herdplatte ein paar Minuten vor Ende der regulären Kochzeit ausschalten, um die Restwärme zu nutzen, bis die Platte auskühlt. Das gilt auch und insbesondere für den Backofen, der die Hitze lange hält.
5. Mikrowelle statt Herd
Besonders zum Aufwärmen von kleineren Portionen oder von Milch oder Hafermilch für den Milchkaffee verbraucht die Mikrowelle weniger Energie als der Herd, der Kochplatte und Topf erst aufheizen muss.
6. Backen ohne Vorheizen
Aufläufe, Pizza, Muffins – das meiste gelingt im Backofen auch sehr gut ohne Vorheizen. Vor allem im Gasbackofen, wo es generell nicht nötig ist, da er sich sehr schnell erhitzt. Eventuell verlängert sich die Garzeit dadurch etwas.
7. Energiesparenden Kühlschrank anschaffen
Alte Kühlschränke verschlingen sehr viel Strom, immerhin laufen sie Tag und Nacht. Wer sich ein neues Kühlgerät anschafft, achtet auf eine gute Energieeffizienzklasse und die passende Größe für den eigenen Bedarf. Denn je größer der Kühlschrank, desto höher der Stromverbrauch.
8. Kühlschranktemperatur regulieren
7 Grad ist die optimale Temperatur im Kühlschrank, das heißt für die meisten: runterdrehen. Das Gefrierfach hat idealerweise minus 18 Grad. Der Kühlschrank sollte an einem kühlen Ort stehen (also nicht direkt neben der Heizung) und regelmäßig abgetaut werden.
9. Kühlschranktür schnell schließen
Die Kühlschranktür so wenig wie möglich öffnen und schnell wieder schließen. Je länger die Tür offen steht, desto mehr Wärme dringt ein. Dann muss das Gerät den Innenraum wieder herunterkühlen. Ist der Kühlschrank ordentlich eingeräumt und alles hat seinen Platz, geht keine Zeit mit Suchen verloren.
10. Spülmaschine vollmachen
Den Geschirrspüler am besten immer vollladen, dann fällt der eine oder andere Durchgang aus. Zum Strom- und Wassersparen eignen sich Spar- oder Umweltprogramme (die heißen oft Eco).